Notice: builder_status ist seit Version 4.2.1 veraltet! Benutze stattdessen AviaBuilder::get_alb_builder_status(). in /customers/8/e/a/technikolymp.de/httpd.www/wp-includes/functions.php on line 3853

NFC

Bei vielen technischen Geräten kommt die NFC-Technologie zum Einsatz. Die kabellose Übertragungstechnik ist in vielen Smartphones, Tablets und Bluetooth Lautsprechern verbaut. Der Begriff fällt oft in Zusammenhang mit Bezahlung und Bluetooth. Wir wollen heute klären was NFC ist und NFC-Tags sind, wofür man die Technologie braucht und welche Handys sie unterstützen. All diese Fragen und mehr, beantworten wir unserem Lexikon Artikel.

Was ist NFC?

NFC „Near Field Communication“ bedeutet im Deutschen „Nahfeldkommunikation“. Der Begriff bezeichnet den drahtlosen Austausch von Daten über Funk auf kurzer Distanz. Der Datenaustausch von Bildern, kleineren Dateien und Kontaktdaten ist bei einer Geschwindigkeit von bis zu 424 Kilobit bis zu einer Reichweite von zehn Zentimetern möglich. Die Technologie eignet sich neben dem Austausch von Daten auch zum Ausführen von präparierten NFC-Tags und als Bezahlmethode. Für die Übertragung nutzt die Technologie den Hochfrequenz-Bereich von 13,56 MHz. Die Technologie ist eine Erweiterung zu der Bluetooth-Technologie. Im Gegensatz zu Bluetooth hat die Nahfeldkommunikation eine geringere Reichweite und eine niedrigere Datenübertragungsrate. Mit Hilfe dieser Funkübertragung, fällt der erste Pairing-Versuch (Kopplungs-Versuch) bei einer Bluetooth-Verbindung weg. Es ist nicht nötig einen Sicherheitsschlüssel einzugeben, um zwei Geräte miteinander zu verbinden.

Was ist der Unterschied zwischen aktiven und passiven NFC-Transmittern?

Wir unterscheiden bei der NFC-Technologie zwischen einem Gerät mit einem aktiven und einem passiven Transmitter. Ein aktiver Transmitter besitzt eine eigenständige Energiequelle und ist in modernen Smartphones und Tablets verbaut. Ein passiver Transmitter auch, besitzt keine eigenständige Energiequelle und fungiert als Datenträger zum Auslesen von Informationen und zum Ausführen von vorprogrammierten Befehlen. Eine Verbindung ist nur zwischen zwei aktiven Transmittern oder einem aktiven und einem passiven Transmitter möglich. Die Verbindung zwischen zwei Geräten mit aktiven Transmittern bezeichnen wir als aktiven Modus. Im aktiven Modus können Daten in zwei Richtungen ausgetauscht werden. Der passive Modus bezeichnet die Verbindung zwischen einem aktiven und einem passiven Transmitter. Beim passiven Modus ist der Datenaustausch nur in eine Richtung möglich. Aufgrund der fehlenden Energiequelle bei einem passiven Transmitter ist eine Verbindung zwischen zwei passiven Transmittern nicht möglich.

Was sind NFC Tags?

Passive Transmitter  befinden sich in NFC-Tags und diese NFC-Tags dienen als Datenträger für Informationen und vorprogrammierten Befehlen. NFC-Tags besitzen keine eigenständige Energiequelle und sind auf die Energie von aktiven Transmittern wie in einem Smartphone oder Tablet angewiesen, um sich zu aktivieren. NFC-Tags gibt es in unterschiedlichen Variationen, Farben und Formen. Es gibt sie als einfache Sticker, Chipkarten und Schlüsselanhänger. NFC-Tags sind mit einer Antenne ausgestattet, welche die Energie des aktiven Transmitters auffängt, sich aktiviert und die darauf enthaltenden Daten übertragen kann. Ein NFC-Tag kann verschiedene Informationen und Befehle enthalten. Weiterhin ist es möglich mehrere verschiedene Befehle und Informationen auf einem NFC-Tag zu speichern.

Es gibt unterschiedliche NFC-TAG Typen, die sich in der Speicherkapazität sowie der Schreib- und Lesegeschwindigkeit unterscheiden. Das klingt kompliziert, ist aber nichts anderes wie bei den verschiedenen Festplattentypen. Die Reichweite der verschiedenen Typen unterscheidet sich dabei nur geringfügig. Der Hochfrequenzbereich mit 13,56 MHz bei der Übertragung bleibt bei allen NFC-Typen der Gleiche. Wofür man NFC braucht und wo sie zum Einsatz kommt, erfahrt ihr im nächsten Absatz.

 

 

NFC

 

Für was kann braucht man NFC im Alltag ?

Besitzt ihr einen NFC-Tag in Form eines Stickers, einer Chipkarte oder eines Schlüsselanhängers, könnt ihr diesen mit bestimmten Befehlen beschreiben. Ihr könnt an eurem Wlan-Router einen NFC-Tag in Form eines Stickers anbringen, der es Gästen ermöglicht sich mit eurem Wlan zu verbinden, in dem dieser sein Smartphone an den Sticker hält. Im Auto angebracht, könnt ihr mit einem vorprogrammierten NFC-Tag die Bluetooth-Verbindung aktivieren oder das Navigationsgerät einschalten. Es gibt sehr viele Möglichkeiten die verschiedenen NFC-Tags mit unterschiedlichen Befehlen zu programmieren.

Weitere Möglichkeiten sind das Bargeldlose Bezahlen mit dem Smartphone oder einem Chip auf der Kreditkarte. Mit der NFC-Technologie ist es möglich sein Smartphone als Eintrittskarte oder Fahrkarte in der Bahn zu verwenden. Dafür befinden sich auf vielen Bahnsteigen sogenannte Touch-Points. An diese hält man das Handy ran und der Fahrantritt ab dieser Station wird angemeldet.

Ist mein Handy NFC-fähig?

Smartphones, die einen NFC-Chip verbaut haben, können NFC-Apps nutzen. Ein solcher Chip gehört bei den meisten Smartphones  inzwischen zur Standard-Ausstattung. Bei einigen Anbietern ist es möglich, dass Smartphone nachträglich mit einem NFC-Sticker auszurüsten. Bei Vodafone Wallet ist das unter anderem möglich.

Eine NFC-SIM-Karte, die Sie für manche Dienste benötigen, enthält keinen NFC-Chip. Diese SIM-Karte bringt lediglich einen besonders gesicherten Speicherchip mit, auf dem Bezahldaten, wie der Kreditkartennummer, sicher abgelegt werden. Ein NFC-fähiges Handy oder ein Sticker ist trotzdem notwendig.

Manche Apps arbeiten ohne einen Sicherheitsspeicher. In diesem Fall werden keine Bezahldaten auf dem Handy gespeichert, sondern nur auf einenm speziell gesicherten Server des Anbieters.

Zum Bezahlen überträgt das Handy die nötigen Daten dann vom Server des Anbieters. Die eigentliche Kreditkartennummer wird dabei nicht verwendet, sondern nur ein daraus abgeleiteter Begriff, ein sogenanntes Token.

NFC-fähige iPhones haben standardmäßig einen eingebauten Sicherheitsspeicher, brauchen also keine besondere SIM-Karte.

Wie programmiert man einen NFC-Tag mit einem Smartphone?

Um einen NFC-Tag mit dem Smartphone zu beschreiben lädt man sich die entsprechende App aus dem Google Play Store herunter. Es gibt dort zahlreiche Apps kostenfrei und Apps die Geld kosten. Beispiele für NFC-Apps sind NFC Profile, NFC Trigger, NFC Cloud, NFC Reader und so weiter. Einige Einstellungsmöglichkeiten der Apps überschneiden sich und einige nicht. Mit dem NFC Reader ist es möglich verschiedene NFC-Tags und Karten auszulesen. Mit der App NFC Profile könnt ihr NFC-Tags beschreiben und auslesen. Der Umfang und die Einstellungsmöglichkeiten der Apps sind individuell. Habt ihr NFC Profile aus dem Google Play Store heruntergeladen, dann könnt ihr die Einstellungen auswählen, die der NFC-Tag dann ausführen soll. Habt ihr das getan, dann haltet ihr den NFC-Tag an die Rückseite eures Smartphones und die Befehle werden auf den Tag überschrieben. Vergesst nicht voher in den Einstellungen eures Smartphones die NFC-Verbindung zu aktivieren, sonst klappt es nicht.

Das könnte dich auch interessieren:

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.